Ankunft: Paris

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Es geht mit dem 2CV vom Aéroport CDG direkt ins Herz von Marais. Stadtautobahn, Kreisverkehr und zahlreiche, überfahrene Ampeln sorgen für Kammerflimmern. Die blauen Gauloises auf der Rückbank sorgen für das erforderliche Maß an Beruhigung. Paris im September. Die grünen Bäume lassen zahlreiche Sonnenstrahlen ins offene Verdeck funkeln. Vor dem Haus ist keine Lücke mehr frei. Die zweite Reihe wie geschaffen, eben mit völliger Nonchalance. Zwei Korbstühle in der Sonne vor der Brasserie sind die Ruhepole für die nächsten Stunden Rotwein. Zur Abendsonne führt der Tag an den Kanal, über Brücken, durch Gassen und in kleine Parks. Oh là là! Wie schön ist der Traum im Dämmerschlaf morgens um 6:20Uhr. Von Berlin-Tegel führt die Kurzreise nach Paris via Orly. Mit gleichnamigen Express-Zug muss zunächst der nächstgrößere Umsteigebahnhof erreicht werden, bevor es dann mit der U-Bahn weiter zum Airbnb-Appartment geht. Chic ist anders! Aber eben praktisch. Vor allem, wenn die Möbelmesse Maison&Objet das eigentliche Ziel ist. Zwar genau am anderen Ende der Stadt gelegen, ist die Anbindung unschlagbar. Ausstellungshallen, Interiortrends und gefühlte 20.000 Schritte später steht dann die Stadt auf dem Zettel. Zusammen mit Jules und Maria von unserer Partnerseite HERZ&BLUT wird das Beste aus 48 Stunden Paris herausgeholt.

Die Erwartungen sind hoch, die Zeit knapp und irgendwo dazwischen pendeln die Kraftreserven. Was zuerst? Wohin unbedingt? Maria hat die feine Location-Dokumentation übernommen und diese mit wertvollen Anekdoten gespickt:

1. Wir sind mit großer Flughafen-Tegelliebe mit Air Berlin gen Paris Orly durchgestartet. Der Flughafen Airport Orly liegt im Süden vom Zentrum. Unser Tipp: direkt am Flughafen ein „Paris visite“- Ticket holen. Wir hatten eins für drei Tage und das kostet inkl. Shuttlebus, Shuttlezug sowie der Zonen 1-5, wie man auch immer reisen will 52,20 EUR pro Person. (www.ratp.fr)

2. Kein Parisbesuch ohne Galeries Lafayette Haussmann Stippvisite. Das Kaufhaus ist auf drei Gebäude aufgeteilt. Eins für Damen, eins für Herren und eins für die Schlemmer- und Interior-Fans. Und man ey! Erst im Nachhinein stellen wir fest, dass die Champagner-Rooftopbar uns entgangen ist. 

haussmann.galerieslafayette.com/de/

3. Checkt den 0fr.-Store! Magazin- und Kunstbuchliebhaberinnen und -liebhaber müssen hier ganz ganz stark sein. Cooler Laden, tolle Auswahl und ein richtiges Mekka für Fans aus aller Welt. Wir haben sogar beobachtet wie der Ladenbesitzer seine Beutel für Groupies mit Autogrammen versehen hat. Wir waren im 3. Arrondissement unterwegs: 0fr. Square du Temple 3 rue Paul Dubois 75003 http://www.ofrsystem.com/

4. Colette ist quasi der Voo-Store von Paris. Hipsteralarm. Magazine, Sonnenbrillen und Pipapo gibt es hier unter anderem. Besondere hochpreisige und ausgefallene Fashionitems gibt es im ersten Obergeschoss zu bewundern. Im Untergeschoss kann man sich auch Snacks und Kaffee gönnen. 213 Rue Saint Honoré.

5. In der Green Factory fast direkt neben dem Holybelly (das es auch schon zu Kinfolk geschafft hat) gibt es Pflanzen in Gläsern. Also was für die Botanikfreunde unter uns!

6. Manfred. Allein der Name des Lokals spricht für Gemütlichkeit. Auch wenn ein petit-déjeuner in Frankreich klassisch aus Kaffee, Croissant und O-Saft das Portmonee um kompakte 8 bis 10 Euro erleichtert, ist es hier tatsächlich besonders lecker. 1 Rue Réaumur, 75003

7. A&M. Kaffee ist essentiell in Paris. Hier noch ein nettes Café mit sehr heißem Personal und bester Möglichkeit Passanten mit adrettem Streetstyle zu observieren. Direkt an der Metrostation Art et Metiers. 

8. Le Richer. Wir sind hier auf ein Glas, na gut eine Flasche Wein eingekehrt. Süffisant. Ein Blick auf die Tageskarte sah ebenfalls vielversprechend aus. Wundervolles Ambiente und wie überall sehr zuvorkommender Service. Das kennen wir aus Berlin ja nicht so J 2, rue Richer; 75009

9. Café Zazza - Cocktails, Pizza und einwunderschöner Marmor-Look. Rue du Faubourg Poissonnière 18

 

… Bardot, Gainsbourg, Concorde - das Nickerchen auf dem Rückflug verspricht ein Lächeln im Gesicht und die Gewissheit, dass das nicht die letzte Reise nach Paris war.

TravelWilkin Schröder