Ankunft: Tel Aviv

Shenkin+Hotel+Tel+Aviv.jpeg

L’Chaim, auf das Leben! … und auf das Reisen. Im Gepäck die besten Gefährten: Wanderlust & Fernweh. Jules und Maria von unserer Partnerseite HERZ&BLUT sind nach Tel Aviv gereist. In unserer Reiserubrik „Ankunft“ lassen sie uns an ihren Impressionen und Begegnungen teilhaben:

Während der Berliner Winter Einzug hielt und sich zwischen Plusgraden, Regen und ersten Schneeflocken nicht entscheiden konnte, haben wir Anfang Dezember eine Reise ins Heilige Land Israel unternommen. In erster Linie standen Erholung in Tel Aviv (klappte nur semigut) und eine kleine Pilger-Kultur-Reise nach Jerusalem auf dem Plan. In Tel Aviv sprechen fast alle Englisch und so ist es recht leicht durchzukommen. Die Buslinie 5 fährt eigentlich überall und am besten geeignet, um durch die Stadt zu gondeln, allerdings ist fast alles auch fußläufig gut abzulaufen. Highlight des Nahverkehrs ist ungelogen dieser Busbahnhof in Tel Aviv. Es ist unfassbar skurril und auch Einheimische scheinen sich in diesem Rolltreppen-Beton-gefühlt-10-Ebenen-Koloss ständig zu verirren. Wahnsinnig surreal auf jeden Fall. Von hier aus geht’s im Übrigen sehr günstig ( ca. 4 EUR) in binnen einer Stunde nach Jerusalem. Tel Aviv erinnert vom Vibe an Berlin. Die Menschen ziehen an, was sie wollen und gönnen sich ganz gern. Dazu müssen wir allerdings auch anmerken, dass die Menschen in Tel Aviv definitiv mindestens dreimal freundlicher als in Berlin sind, dafür kostet auch alles das Doppelte, mindestens. Das sollte einem vor einem Israeltrip bewusst sein, auch die Supermärkte sind vergleichsweise sehr teuer, aber im Anbetracht der Lage Israels ist das ziemlich selbsterklärend. Wir sind dennoch erstaunt, wie die Menschen vor Ort das alles mit einer Gelassenheit sehen und sich nach außen nicht viel anmerken lassen. So oder so: die Stadt strahlt Leben, es klingt vielleicht seltsam auch Geborgenheit und Freiheit aus. Jeder kann irgendwie auch machen und aussehen, wie sie oder er will und möchte. Das kennen und mögen wir doch sehr gern.

Uns führte es auch nach Jerusalem, frei übersetzt wohl die „Heilige“. Es ist irgendwie schwierig die Energie der Stadt zu begreifen und zu beschreiben. Aber du wirst sofort spüren, dass die Stadt anders tickt als andere. Jerusalem ist ein Meltingpot diverser Kulturen und Religionen. Das ist nichts Neues, aber wie alle in diesen engen Gassen von Tourimärkten in der Altstadt dicht an dicht kleben, ist Wahnsinn. Soldaten mit Maschinengewehren begegnen einem, Nonnen in voller Montur, verschleierte Frauen, Touris in bunten Shirts, orthodoxe Juden mit Hüten oder Damen mit Perücken. Es ist wirklich erstaunlich. Wir hatten nicht allzu viel Zeit in Jerusalem, haben aber am Abend doch einen Restauranttipp ausprobiert. Wir waren im Tmol Shilshom in der Yo'el Moshe Salomon St 5. Gutes Essen und leckeren israelischen Wein gibt es hier. Als „Einstieg“ reicht eine Übernachtung, also fast gute zwei Tage, für Jerusalem. Kommt natürlich auch darauf an, wie viel auf dem Tourizettel steht und wie risikofreudig man ist, wir sagen nur Stichwort Jerusalem-Syndrom. Die heilige Stadt lässt sich am besten in Portionen genießen. Es ist dennoch faszinierend, welche Aura die Stadt hat. Dass Tel Aviv einfach nur wundervoll ist, haben wir ja schon durchblitzen lassen. Was die Stadt so wundervoll macht und uns so verzaubert hat, ist der Mix aus Palmen, Strand, Lässigkeit und diese Hammer Häuser!  Tel Aviv ist einfach mal die ganz große Bauhausliebe! Die über 4.000 Bauhaus-Gebäude in Tel Aviv werden auch Weiße Stadt genannt. Ganz so weiß ist die Stadt zwar nicht mehr, aber den Bauhaus-Stil so kompakt in einer Stadt zu sehen, ist einfach umwerfend. Seit 2003 zählt die Weiße Stadt auch zum UNESCO-Welterbe. Es gibt auch Bauhaus-Touren durch Tel Aviv. Vor vielen Häusern sind kleine Tafeln mit Hinweisen zu Architekten, Baujahr und ursprünglichen Verwendungszweck angebracht. Wir hatten das Vergnügen in zwei berühmten Bauhaus-Gebäuden, die jetzt als Hotels fungieren, zu nächtigen.

Tel Aviv ya chabibi tel aviv!

Noch mehr Impressionen und Reiseberichte aus anderen Städten lassen sich auf HERZ&BLUT entdecken.